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Nach der positiven Resonanz auf die Marktstudie zur Wohngebäudeversicherung aus Februar 2012 steht nun eine umfassende und neue Marktbeobachtung zur Verfügung.

Seit mehreren Jahren war durch die Versicherer wiederholt die Notwendigkeit thematisiert, die Beiträge zur Wohngebäudeversicherung deutlich anzuheben. Als Gründe für steigende Schadenaufwendungen wurden vor allem die Überalterung des Leitungswasserrohrnetzes und die Folgen des Klimawandels erkannt.

Nachdem trotz wiederkehrender Ankündigungen nur moderate Beitragssteigerungen zu verzeichnen waren, dürfte das Hochwasser im Sommer 2013 den letzten Ausschlag gegeben haben, die notwendigen Beitragsanpassungen nun marktweit durchzusetzen.

Eine deutliche Anhebung der Neugeschäftsbeiträge, verbunden mit der Vereinbarung schadenabhängiger Beitragsanpassungsklauseln, konnte danach beobachtet werden.

In dieser Studie finden Sie interessante Details zur Entwicklung der Durchschnittspreis für eine Wohngebäudeversicherung. Über alle Modellrechnungen dieser Marktstudie betrachtet beträgt der Durchschnittspreis in dieser Studie 515 EUR. Damit ist im Vergleich zur Marktstudie 2012 mit einem Durchschnittspreis von 425 EUR eine Preissteigerung von rund 21 % festzustellen.

In der Einzelfallbetrachtung sind durchaus höhere Steigerungen auszumachen. So betrug der Durchschnittspreis für den Generali-Wohngebäudetarif Basis im Jahr 2012 noch 305 EUR – verglichen mit dem aktuellen Wert von 613 EUR für den Tarifstand 04.2016 entspricht das einer Verdoppelung. Auch der HDI verlangt für das Paket Basis 57 % mehr, deutliche Anhebungen weisen auch die Deckungskonzepte der Finas Versicherungsmakler GmbH mit bis zu 60 % Mehrbeitrag auf, die Steigerungsraten der Produkte des Konzeptentwicklers Nordvers GmbH, vertrieben durch Dema Deutsche Versicherungsmakler AG  und die Domcura AG, bewegen sich mit 50 % bis 59 % in ähnlichem Rahmen. Die Casa-Tarife der Degenia AG sind um 32 % teurer geworden. Dass die Preisanhebung nicht auf einzelne Vertriebsformen beschränkt ist, zeigen beispielweise Gothaer und Helvetia mit Aufschlägen zwischen 45 % und 54 %. Als stabil mit Preissteigerungen lediglich in Höhe der Baukostenindizierung haben sich im Beobachtungszeitraum von 2012 bis 2016 etwa die Tarife der Allianz, der Huk-Coburg-Gruppe, der Interrisk sowie der Rhion Versicherung AG erwiesen.

Stand 06.2016